Schon seit einiger Zeit werden dem Robert- Koch- Institut als zentraler Meldestelle jedes Jahr etwa 170 000 Neuerkrankungen an Lebensmittelinfektionen gemeldet.

Trotz verschiedener Versuche diese Zahl zu verringern hat sich bis heute an der Menge jedoch nicht viel geändert. Man geht zusätzlich auch noch davon aus, dass die Zahl derer, die keinen Arzt aufsuchen oder bei denen kein Erregernachweis durchgeführt wird etwa 5 - 10 mal so groß ist.

Ein nicht zu vernachlässigendes Risiko geht hierbei von Beschäftigten aus dem Lebensmittel verarbeitenden Gewerbe aus.

Die Überträger waren und sind aber mit den bisherigen, sehr kostenintensiven, Stuhluntersuchungen nicht zu entdecken. Hier waren höchstens Zufallstreffer möglich.

Um die Zahl der Neuinfektionen zu verringern nimmt der Gesetzgeber jetzt die Beschäftigten und die Betreiber von Küchen und Lebensmittel verarbeitenden Betrieben mit in die Verantwortung.

Durch die neu eingeführte Belehrung, die mündlich und schriftlich durchzuführen ist, müssen allen Betroffenen entsprechende Sachkenntnisse über den Bereich Personalhygiene aber auch über Krankheiten, die über Speisen und Rohstoffe übertragen werden vermittelt werden.